Restaurant-Ketten

Restaurant-Ketten: Einfach eine ärgerliche Konkurrenz zur „echten“ Gastronomie? Nun, hier geht es darum, was letztlich das Gelingen von Bars und Restaurants ausmacht. Und gerade Ketten funktionieren nun einmal, können aber auch wirklich abschreckende Locations bedeuten. Wichtig ist also gerade hier der Einzelfall und die Details.

Als Restaurant-Tester habe ich viele Ketten besucht, vom Allrounder bis zum Spezialisten. Hier möchte ich anhand eines ungenannten Beispiels einmal schildern, was Ketten oft besser können als die Konkurrenz – und was nicht. Da ist zunächst die Lokalität. Ketten können sich teure Gebäude innerhalb wie außerhalb der Innenstadt leisten und diese opulent ausstaffieren. Ob sich also ein solches Restaurant an einem See oder in einem schönen Gemäuer befindet und ob es Standard-Mobiliar hat oder Kinderecken, eine Lounge, hübsche Leuchter und so weiter, das hängt vom Geschmack und Investitionswillen der Betreiber ab. Wer belebte Plätze mit vielen Menschen, ein breites Angebot und passable Preise mag, wird all das mancherorts nur bei Restaurant-Ketten finden. Es ist kein Wunder, dass selbst Schnell-Imbisse oft Anlaufpunkt für ein bunt gemischtes Publikum sind. Ähnlich können Restaurants funktionieren, wenn sie ein reichhaltiges Angebot mit fairen Preisen und einer angenehmen Atmosphäre verbinden.

Aber gerade die ist oft ein Problem, was damit zusammenhängt, dass bei Ketten manchmal unnötig gespart wird an Zutaten und Personal. Mancherorts ist nicht nur dem Service, sondern auch den Köchen anzumerken, dass sie auf das eigene Haus wenig geben. So etwas kommt in „persönlich“ wirkenden Restaurants selten vor, in denen sich Gäste und Angestellte permanent gegenseitig versichern, wie einzigartig man ist.

Das Angenehme an Ketten ist also auch: Man weiß, was man hat. Und wie viel Mühe sich ein Geschäftsführer mit Extra-Karten und -Mobiliar gibt, ist der einzelnen Filiale oft schon von außen leicht anzusehen.

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